Rita Sandau
Heilpraktikerin &
Körpertherapeutin
Seminare
Therapien
Kontakt
Profil
Links
 
Naturheilverfahren Craniosacrale Therapie Polarity-Therapie Traumaarbeit
Naturheilverf. Craniosacral Polarity Traumatherapie
 

Klang und Harmonie

 

„ ....überall in der Schöpfung und auch im Menschen ist Leben der Ausdruck von Liebe in Form von Schallwellen und Energieströmen. Überall ist ein Ausdruck von Leben enthalten- in der Bewegung und in Klangeffekten wie der Sprache, dem Gesang der Vögel, dem Brüllen wilder Tiere. ... Überall ist Musik in plus und minus, in lauteren und leiseren Tönen, außen und innen, wenn wir sie nur hören und in Liebe wahrzunehmen vermögen und dabei eine Verständnis für die Gnade der Schöpfung haben... “ Dr. R.Stone (Gesundheit aufbauen, Seite15)

Dem Klang wurde von altersher schöpferische Kraft zugemessen. In allen Schöpfungen, Mythen und Religionen wird die Entstehung unserer Welt mit Klängen und Worten in Verbindung gebracht. Nach der Weisheit der Veden besteht das Fundament der ganzen Welt aus Klängen. So ist der Urton „ Nada“, der Anfang aller Dinge. Und „ Brahma“ der Schöpfer. Nach Joachim-Ernst Behrendt   ( Musikjournalist) bedeutet Nada Brahma: Klang ist Gott. Gott ist der Schöpfer von Klang und der Schöpfung, des Kosmos. So bedeutend ist die Welt  Klang.

Töne sind Wellen mit bestimmten Frequenzen. Der uns hörbare Bereich liegt bei 16.000 – 20.000 HZ (1HZ = 1 Schwingung pro Sekunde). Es gibt auch Schwingungen, die uns Menschen nicht über das Ohr zugänglich sind, wie z.B. der Ultraschallbereich. Klänge oder Töne haben je nach Tonart eine unterschiedliche Wirkung auf uns. Sie können uns in verschiedene Stimmungen versetzen: uns beruhigen, mobilisieren und auch unsere körperlichen Reaktionen beeinflussen. Dieses Wissen wird schon lange in der therapeutischen Arbeit eingesetzt, um den Heilungsprozess eines kranken Menschen zu unterstützen und seine Seelenkräfte zu aktivieren.

 

Wie wird  Klang wahrgenommen?

Klang ist hörbare Schwingung und wird über unser Ohr und über die Haut wahrgenommen. Der Schall des Klanges wird über das Mittelohr auf das Trommelfell gleitet. Das Trommelfell vibriert und überträgt diese Schwingungen an die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel). Der Steigbügel als letztes kleinstes Gehörknöchelchen leitet die Schwingung auf die  Innenohrflüssigkeit, der Endolymphe weiter. Die Härchen der Sinneszellen werden dann durch die Bewegung der Endolymphe gebogen. Die Erregung der Sinneszellen wird in elektrische Impulse umgewandelt, die über den Hörnerv zum Hörzentrum des Gehirns gelangen.

 

Bild aus MR-Atlas der HNO-Anatomie

Ton oder Klang ist aber mehr als nur hörbare Schwingung. Klang ist Schwingung mit einer formgebenden, gestalterischen Kraft. Hans Jenny, geb. 1904, Naturwissenschaftler und Mediziner hat zahlreiche Systeme unter Schwingungseinfluss und deren Effekte beobachtet. Er war inspiriert von Ernst Chladni ( Chladnische Klangfiguren), Jules-Antoine Lissajous, (Lissajous Figuren).Er gebrauchte Quarzoszillatoren zum sichtbar machen von Schwingungen auf einer Metallplatte mit unterschiedlichen Materialien, wie Sand, Wasser, Sporen. Er entwickelte auch das Tonoskop, welches die menschliche Stimme unmittelbar sichtbar machen konnte. Damit konnte er ein körperliches Bild eines Vokales und eines Klanges erzeugen. Hans Jenny nannte diesen Bereich Kymatik.

     1)       2) Vokal „A“ 

Jenny zeigte auf, dass jede Zelle seine eigene Frequenz oder Schwingung hat und dass Zellen mit der gleichen Frequenz einen Organverband bilden, immer zur Harmonie strebend. Er beobachtete, das sich Materie in Abhängigkeit von der Qualität des Klanges veränderte und nach ausklingen des Tones wieder in seine Ursprungsform zurückgehen konnte. Er zeigte auf, das jede Struktur oder Material ob in der Natur oder in unseren Körperfunktionen, wie z.B.  Atmung, Herzschlag und Nervensystem einem Wechsel unterlegen ist, fortwährend schwingend und pulsierend und in Resonanz gehend. In seiner Forschung bemerkte er, dass, wenn Vokale alter Sprachen wie Hebräisch oder Sanskrit ausgesprochen wurden, der Sand auf seinem Tonoskop die Form des geschriebenen Vokals annahm, dieses aber bei der modernen Sprache nicht möglich war. Er fragte sich ob dies der mögliche Beweis für die Wirkung sakraler (heiliger) Sprache war von dem die Tibeter, Ägypter und Chinesen sprachen. Und ob sakrale Gesänge die Kraft hätten den Körper zu beeinflussen oder zu heilen. Letztendlich war er davon überzeugt, dass wir den Körper mit Hilfe von Tönen heilen und durch unseren Verstand beeinflussen können.

In der Klangtherapie wird mit Schwingungen, Vibrationen und Tönen gearbeitet, die Obertöne hervorbringen. Ein Oberton ist ein Vielfaches der Schwingung eines Grundtones. Oft sind sie aber zu schwach oder unser Gehör ist nicht geschult Obertöne wahrzunehmen. Bekannte Instrumente im Obertonbereich sind die Klangschalen, Gongs, das Didgeridoo und auch der Obertongesang.  Eine weitere Möglichkeit direkt mit Obertönen zu arbeiten sind die Stimmgabeln. 

                 

           

   

Wie wirken die Stimmgabeln?

Beim Anschlagen von 2 Stimmgabeln entsteht ein Intervall, basierend auf der Pythagoreischen Harmonielehre. Wenn wir den Intervallen zuhören, geht die hörbare Schwingung über unser Ohr zu unserem Gehirn und bewirkt eine direkte körperliche Reaktion über das zentrale und periphere Nervensystem. Mit dieser Schwingung wird der natürliche Rhythmus der Zellentätigkeit angeregt. Zelllenwände kontrahierern und dehnen sich aus. Bei Krankheit verliert die Zellenwand diese Mobilität. Die Schwingung der Stimmgabel unterstützt diese natürliche Beweglichkeit.  Neuste Erkenntnisse haben außerdem gezeigt, dass mit der Pulsation durch den Klang Stickstoffoxide (cNO) in ihrer Produktion in der Zellenwand angeregt werden. Dies bewirkt eine Entspannung der Gefäßwände und somit eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. Stickoxide wirken außerdem antioxidativ, also freie Radikale bindend, antibakteriell und antiviral. cNO unterstützt  das Immunsystem, die Durchblutung und den Abtransport von Endprodukten aus den Zellen.
Wenn wir über die wissenschaftliche Ebene hinausgehen, so wissen wir, dass Intervalle seit Jahrtausenden von Jahren genutzt werden. Sie sind eine Methode sich mit dem sakralen Klang einzustimmen und dieser kann einen universalen Archetypen in uns wecken. Es entsteht eine mitfühlende Resonanz tief in uns und kann zu einer Reorganisation von Geist und Körper führen.

Sakrale Musik ist heilige und heilende Musik. Sie hat sich in fast allen Kulturen entwickelt und war in früheren Kulturen Ausdruck eines vom Sakralen nahezu vollkommen durchdrungenen Lebens. Menschen haben zu allen Zeiten mit den von ihnen erzeugten Klängen den Kosmos durch sich durchströmen lassen, haben seinen Rhythmus und seine Harmonien aufgenommen. In der sakralen Musik feiert die Schöpfung den Schöpfer und der Schöpfer die Schöpfung. Sie ist Teil des ewigen Wechselspiels, und im Erklingen und Verebben der Klänge zeigt sich das ewige Spiel von Werden und Vergehen. Martin Mittwede, Privatdozent

Das Wissen um die Wirkung von Klängen ist schon sehr alt. Schon die Ägypter  und Griechen, wie Plato, Kepler und Pythagoras haben sich damit beschäftigt. Pyhtagoras, der Gründervater der Geometrie hat mit seiner Harmonielehre den Kosmos und die Welt über Zahlen harmonsich in Beziehung gesetzt. Die Zahlenlehre diente  nicht nur zur Beschreibung der Welt, der Berechnung der Gestirne, sondern auch der harmonischen Beziehung des Körpers, der Lebensführung und der Seelenordnung. Er stellte  fest, dass Musik- Töne rythmischen Schwingungen unterliegen.  Er sprach von der Sphärenmusik, die die Proportionen aus der Astrophysik in musikalische Beziehungen überträgt. In seinem Konzept der Sphärenmusik wird die Distanz  zwischen Erde und Himmel in Oktaven eingeteilt ( eine Oktave ist das Intervall von 8 Tönen). Das Instrument dazu war das Monochord, welches aus einer einzigen über ein Stück Holz gespannten Saite besteht. Mit seiner Hilfe entdeckte Pythagoras, dass eine Unterteilung dieser Seite zu Intervallen führt, deren Schwingungsverhältnis sich durch ganze Zahlen ausdrücken läßt, etwa 2:1, 3:2, 4:3. Diese ganzzahligen Brüche sind so etwas wie Archetypen der Form.

Schwingungen entsprechen Tonwerten und zwischen den Tonwerten entstehen die Intervalle. Die Zahlenverhältnisse oder Intervalle sind auf jede Struktur übertragbar. Musikalische Intervalle entstehen also zwischen zwei Tönen. So, wenn wir einen Ton nach dem anderen singen oder auf einem Musikinstrument spielen. Das, was wir dazwischen wahrnehmen, ist das Intervall. Der menschliche Körper ist wie ein Musikinstrument mit Klangkörper. Beim zuhören eines Klangintervalls stimmt sich der Körper auf die Wellenfrequenz ein und verändert seine Form oder Muster. Das am meisten vorgefundene Intervall in der sakralen Musik ist die Quinte oder auch benannt als die perfekte Fünf. Ableitend von der C Dur Tonleiter sind es die Töne C und G (G ist der fünfte Ton nach C). Die perfekte Fünf ist der archetypische Ausdruck von Harmonie, welches den Mikrokosmos (Körper) mit dem Makrokosmos (Universum) als ein untrennbares Ganzes zusammen bringt. Auch der chinesische Lao Tsu verwies auf die perfekte 5  als den Klang der universellen Harmonie. Er sagte, dass dies die Kräfte von Yin und Yang ausbalancieren würde. Dr. Randolph Stone (Begründer der Polarity Therapie) benutzte den 5strahligen Stern als ein natürliches geometrisches Muster und ein somatisches Bild von Klang, projiziert auf den menschlichen Körper. Seine mathematischen Proportionen sind die gleichen wie die Intervalle von einer Fünften, nämlich 2:3. In der Zeichnung zu sehen, als den Abstand zwischen den einzelnen Verbindungslinien, wie Kopf zu Zwerchfell und Zwerchfell zur Hüfte. Veränderungen in den  Proportionen entstehen durch körperliche und seelische Unausgewogenheiten.

 

 

Die Arbeit mit dem Fünfstern nach Dr. R. Stone ist eine Methode den Körper und die Seele in Einklang mit der universellen Harmonie zu bringen. Es ermöglicht den Zugang zum universellen Prinzip über das Überbewusstsein.
Das Pentagramm, griech. pent „Fünf”, „Fünfzackiger Stern” ist ein sehr altes Symbol. Pythagoras kannte das Pentagramm als Symbol für Gesundheit. Ihn interessierte daran besonders den mathematischen Aspekt und bildete damit die Grundlage des Goldenen Schnittes. Der goldene Schnitt wurde als Zeichen für den Kreislauf des Lebens und die Schönheit gesehen und bildete auch die Grundlage für viele ( sakrale) Kirchenbauten. Die Zahl 5 und ihr geometrisches Symbol das Fünfeck gehören zum formbestimmenden Prinzip der organisch belebten Natur. So zeigen die die  fünf Finger der menschlichen Hand  einen fünfstrahligen Aufbau ihrer Endglieder, die meisten Blüten sind Fünfsterne und Tiere, wie der Seestern zeigen sich in in einem Fünfstern. Die fünf Spitzen des Pentagramms symbolisieren die Elemente Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Diese fünf Elemente sind Manifestationen von Energiefrequenzen, die sich von oben nach unten ( fusswärts) verdichten. Sie drücken sich in unserer Körperstruktur, unseren Gedanken, Gefühlen und in unser Handlung aus und sind mitverantwortlich für Gesundheit und Krankheit. Die Chakren sind die Quellen der Elemente. Sie entstehen durch durch die Überkreuzung der beiden Pole Ida (Ying) und Pingala (Yang). Durch die unterschiedlichen Frequenzen repräsentiert sich jedes Chakra und das dazu gehörige Element mit einer bestimmten Eigenschaft, Qualität und auch Farbe:

Element   

Intervall

Farbe

Chakra

Äther 

C 256 HZ - C512 HZ

Blau

5. Chakra/ Kehle

Luft

C-G Stimulierend und aufsteigend 

Blaugrün

 

Luft

C-F  Beruhigend und absteigend 

Grün

4. Chakra

Feuer

C-A  Stimulierend und aufsteigend

Gelborange

 

Feuer

C-E  Beruhigend und absteigend 

Gelb

3. Chakra

Wasser

C-B  Stimulierend und aufsteigend

Orangerot

 

Wasser

C-D  Beruhigend und absteigend   

Orange

2. Chakra

Erde 

C –C (256HZ) oder C128

Rot

1. Chakra

Um den Körper und die Seele wieder in Einklang mit der universellen Harmonie zu bringen, kann man den Fünfstern über die therapeutische Berührung anwenden und auch bestimmte Klangfolgen verwenden. Wie aus der Tabelle zu sehen, unterstützen die Tonintervalle der Stimmgabeln C und E oder C und A  das Element Feuer. Die Tonkombination C und D oder C und B aktiviert oder harmonisiert das Element Wasser. Und das Luftelement wird mit den Klangintervallen von C und G oder C und A ausgeglichen.

Und wie in der Tabelle zu sehen ist kann ein Ton auch über Farbe wahrgenommen werden. Das Auge kann allerdings nur ungefähr eine Oktave wahrnehmen. Aber ob wir uns nun mit dem Klang, einer Farbe oder eine Berührung einstimmen, bedarf es noch einen weiteren wichtigen Aspekt zur Harmonisierung:

Stille

Der Mittelpunkt aller Klänge ist Stille. Jeder Klang steigt daraus hervor und geht dahin wieder zurück. Aus der Stille schöpfen wir Kraft und Kreativität. Wir finden Stille überall. Wir finden sie in den jeweiligen Übergängen, körperlich in der Vollendung des Ein- oder Ausatmens, in der Zelltätigkeit, in den Flüssigkeitsbewegungen, den so genannten Gezeiten, etc., denn in diesen Momenten der Übergänge befindet sich der Teil des Körper in einem kurzen natürlichen Stillpunkt. Wir finden diese aber auch in unserem Lebensrhythmus, unseren Stimmungswechseln und dem Beginn neuer Projekte. Stillpunkte sind Ruhezeiten in den Bewegungen. Sie ermöglichen in diesem Moment den Zugang zu tiefen Heilungskräften. In der biodynamischen Craniosacraltherapie wird die Stille auch dynamische Stille genannt. Die Stille ist der Boden, von der jede Gestalt auftaucht und entsteht. Wie in den alten Traditionen, besteht auch hier das Konzept der Stille, von wo sich die Absicht des Breath of Life, wie der große Wind aufsteigt. Der Atem des Lebens, als die göttliche kreative Absicht, welche die Gezeiten des Lebens organisiert. Dieser erzeugt eine innewohnende ordnende Kraft innerhalb des menschlichen Systems und wird innerhalb der Körperflüssigkeiten verkörpert. In den vedischen Elementen ist der Äther die Stille, der Kernpunkt aller weiteren Manifestationen. Er wird auch als Raum definiert. Wir finden diesen körperlich in unseren Gelenken, welche einen Übergang von einer Polarität in die andere darstellt, der Kehle und als Definition unserer Körperräume. Äther hat eine direkte Beziehung zum Klang und wird mit dem Hören in Verbindung gebracht. In der chinesischen Tradition wird Äther Wu Chi genannt und durch einen leeren Kreis dargestellt. Das Äquivalent dazu ist das Wort OM oder Aum. 

Klang ist Schwingung, welcher sich als Welle darstellen lässt .An den Schnittpunkten ist Stille vorhanden.

                                           

 

 

Durch die Bilder von Hans Jenny ( Buch Kymatik) können wir auch bildlich Stille innerhalb Bewegungen darstellend betrachten.

 

Die Schwingung veranlasst den Sand an die Orte der Stille zu gehen. Die stillen Punkte sind als helle Stellen auf dem Muster zu sehen

 

 

 

Leben ist Bewegung und wo Bewegung ist, da ist auch Leben. Und innerhalb diesen Bewegungen ist die Stille enthalten. Wir können sie wahrnehmen, durch die Stille unserer Gedanken und wenn wir unseren Geist öffnen, für die Erfahrung mit dem lautlosen Klang des Universums. Dann haben wir einen Zugang zu den heilenden universellen Kräften. Es gibt viele Möglichkeiten still zu werden. Eine Möglichkeit ist der Gebrauch der Stimmgabeln. Sie sind ein direkter Weg sich mit dem Überbewussten in Verbindung zu setzen.

 © 2008, Rita Sandau

Veröffentlichung der Bilder ( 1-3) von Hans Jenny aus dem Buch Kymatik mit freundlicher Genehmigung der Macromedia Publikatiion, USA ©

 

 

zurück